Umstieg von qtranslate nach wpml

In den letzten zwei Jahren hatte ich in einem von mir betreuten Blog das Plugin qtranslate eingesetzt, um die Artikel mehrsprachig anbieten zu können. Als ich den Blog vor fast genau zwei Jahren aufgesetzt hatte war qtranslate das non-plus-ultra in diesem Bereich, doch in letzter Zeit zeichnete es sich immer mehr ab, dass ein Umstieg von Nöten war. Doch ein Umstieg wohin?


Nach einer kurzen Recherche im Internet stand ganz schnell fest, dass wpml aktuell das non-plus-ultra ist. Am Anfang sträubte ich mich noch, den Umstieg endlich durchzuführen, weil nach ersten Tests der Umstieg nicht ganz einfach erschien. Gang im Gegenteil, es schien viel manuelle Arbeit nötig zu sein. Folgende Arbeitsschritte haben sich während des Umstieges heraus kristalisiert:

Zunächst musste für jede weitere Sprache (in unserem Fall zum Glück nur noch Englisch) die Kategorien neu angelegt werden. Die bestehenden Katgorien sind für die Hauptsprache, in unserem Fall war das Deutsch. Somit ist es auch möglich eine oder mehrere Kategorien nur für eine ausgewählte Sprache zu verwenden. Danach musste jeder einzelne Artikel angefasst und geändert werden. Zunächst konnte der bestehende Artikel in der Hauptsprache bestehen bleiben. Für die anderen Sprachen musste pro Sprache jeweils ein neuer Artikel angelegt werden. Duch die qtranslate-Tags, die in den ursprünglichen Artikeln durch das Plugin enhalten waren, war das Trennen der einzelnen Sprachen durch Copy&Paste aber nicht ganz so komplex, wie es sich zunächst vermuten ließ. Die qtranslate-Tags mussten nach dem Copy&Paste gelöscht werden. Bei den neu erstellten Beiträgen mußten zum Teil der Autor aber auf jedenfall das Datum und die Katgeorien, zu denen der Beitrag gehören soll, angepasst werden. Wenn in dem Blog eine TagCloud verwendet wird bzw. die Tags der Beiträge anderweitig verwendet werden müssen die Tags auch für jeden Beitrag neu hinzugefügt werden. Hier ist uns erst während der Arbeit aufgefallen, dass es sinnvoll ist, die Tags erst zu übersetzen, was je nach Anzahl der bisher vorhandenen Tags eine Menge Arbeit sein kann :-) .

Soweit so gut. Das war eine Menge Arbeit. Bei 150 Beiträgen waren das schon ein paar Stunden, aber ich hatte zum Glück Unterstützung durch einen Kollegen. Wir haben immer wieder drüber nachgedacht, wie man das ganze automatisieren kann, aber sind immer wieder zu dem Schluss gekommen, es gibt keinen Weg. Also mussten wir schnerzlich weitermachen.

Nachdem alle Beiträge bearbeitet worden sind, stellte ich fest, dass es jetzt noch ein Problem mit den Kommentaren gibt. Alle Kommentare gehörten jetzt dem Artikel der Hauptsprache. Eine Trennung nach Sprache der Kommentare erschien mir aber auch für weniger sinnvoll, so dass ich mir eine Konfiguration verschwebte, dass alle Kommentare egal in welche Sprache in jeder Sprache des Beitrages angezeigt werden. In dem wirklich sehr guten Forum von wpml fand ich dazu auch einige Bastellösungen. Doch auf diese Bastellösungen wollten wir uns nicht einlassen, so dass mein Kollege kurzerhand ein Plugin dafür schrieb. Auf dieses Plugin gehe ich in einem gesonderten Beitrag noch näher drauf ein.

Somit waren wir erst einmal am Ziel unserer Reise. Der Umstieg auf wpml ist erfolgt und das noch zu unserer vollsten Zufriedenheit. Was uns das neue Plugin noch für Möglichkeiten bietet werden wir in den nächsten Wochen noch evaluieren. Eventuell gibt es dazu dann wieder einen Beitrag, wenn wir dabei auf etwas besonderes stossen sollten.

An dieser Stelle noch einen Dank an den Autor von qtranslate.

3 Reaktionen zu “Umstieg von qtranslate nach wpml”

  1. MartinB

    Ich habs gerade umgekehrt gemacht ;-)

  2. MaD

    warum? weil wpml jetzt kostenpflichtig ist?

  3. MartinB

    Ja das war der Grund. Und der magere Support von qtranslate lässt mich jetzt wieder zweifeln. Obwohl ich technisch den Ansatz von qT besser finde – siehe https://codex.wordpress.org/Multilingual_WordPress

Einen Kommentar schreiben